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Aktuelle Beurteilung der Lage

Die Bundesregierung hat am 28.10. mit den Ministerpräsidenten der Länder die aktuelle Lage als ernst beurteilt und einschneidende Maßnahmen beschlossen. Mit diesen Maßnahmen soll die rasche Ausbreitung der COVID-19 Pandemie in Deutschland gebremst und ein Zusammenbruch insbesondere der medizinischen Versorgung verhindert werden.

Eine aktuelle Stellungnahme der Leopoldina und anderer Wissenschaftsgesellschaften schätzt die Lage identisch ein. Auch wir stimmen diesem Urteil und den getroffenen Maßnahmen zu. In den meisten europäischen Nachbarstaaten hat die zweite Welle bereits jetzt zu hohen Zahlen von Aufnahmen im Krankenhaus und auf die Intensivstationen geführt. Auch wir müssen damit als Folge der steigenden Inzidenz rechnen.

Eine Alternative zur Eindämmung gibt es nicht. Menschenleben retten oder die Wirtschaft schützen? Für diese scheinbare Alternative es eine wichtige Erfahrungen aus dem Frühjahr. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie stehen im direkten Zusammenhang mit der Krankheitslast in einer großen Zahl von Nationen. Der beste Schutz für die Bevölkerung und auch für die Wirtschaft ist damit das Abflachen der epidemischen Kurve.

Die aktuellen Maßnahmen treffen einige Wirtschaftszweige und Personengruppen besonders hart, hier müssen wir solidarisch die Folgen teilen, nicht aber die aktuelle Strategie ändern.

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