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Weiterbildung »Infektiologe (DGI)«

Eine Verankerung der Infektiologie in der Weiterbildungsordnung der deutschen Ärzteschaft ist ein wesentliches Ziel der DGI. Viele Versuche bei früheren Deutschen Ärztetagen in diese Richtung waren allerdings nicht erfolgreich.

2001 wurde mit der Berufung von Winfried V. Kern in die Sektion Infektiologie des europäischen Fachärzteverbandes eine neue Politik verfolgt: die gesellschaftseigene Zertifizierung. Das damalige Curriculum (2008 überarbeitet) wurde in Anlehnung an das europäische Mustercurriculum und das Schweizer Curriculum entwickelt. Diese neue Qualifikation (verfügbar seit 2002) sollte primär als Ersatz für die in vielen Bundesländern damals nicht verwirklichte Verankerung der Weiterbildung Infektiologie in den Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern dienen. Damit sollte auch die ansonsten schwer beeinträchtigte Chancengleichheit für Weiterbildungswillige als auch Weiterbilder gefördert werden.

Aufgrund der als mit europäischen Standards nicht kompatibel bewertbaren 1-jährigen Zusatzweiterbildung Infektiologie der Ärztekammern hat die DGI beschlossen, die DGI-eigene Zertifizierung zum »Infektiologen (DGI)« vorläufig beizubehalten.

Durch Gründung der Akademie für Infektionsmedizin e.V. 2011 wurde ein Schritt in Richtung Qualitätssicherung in diesem Bereich gegangen. U.a. wird für Kollegen, die ihre Weiterbildung nicht an einem „Zentrum für Infektiologie (DGI)“ ableisten können, das Durchlaufen eines Curriculums (Kurssystem und Praktika/interaktive Veranstaltungen) mit spezifischen infektiologischen  Fortbildungspunkten (iCME) gefordert.

Finden Sie hier das neu überarbeitete Fortbildungskonzept »Infektiologe (DGI)« mit Erläuterung der iCME-Punkte (Akademie für Infektionsmedizin e.V. – Stand 11/2016).

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Deutsche Gesellschaft für Infektologie e.V.
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