Meta-Alexander-Stiftung

Erinnerung bewahren. Zukunft fördern.

Aus dem Erbe von Frau Prof. Meta Alexander ging die Meta-Alexander-Stiftung hervor – mit einem klaren Ziel: die Infektiologie nachhaltig zu stärken und insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Die Stiftung stellt in der Regel jährlich Mittel für den Meta-Alexander-Preis bereit, mit dem herausragende Arbeiten in der klinischen Infektiologie ausgezeichnet werden.

Über die Stiftung

Nachwuchsförderung mit Substanz

Infektiologie lebt von Menschen, die Wissen in Praxis übersetzen und das Fach weiterentwickeln. Die Stiftung stärkt gezielt junge Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen – durch Sichtbarkeit, Anerkennung und konkrete Förderung.

Förderung klinisch relevanter Forschung

Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Stärkung der Infektiologie als eigenständiges Fach

Wer war Meta Alexander?

Pionierin, Lehrerin, Wegbereiterin

Meta Alexander (1924–1999) war eine der prägenden Persönlichkeiten der deutschen Infektiologie – wissenschaftlich, klinisch und menschlich. Sie wurde in Berlin geboren und wuchs in einem jüdisch geprägten Umfeld auf. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde ihr der Zugang zum Studium verwehrt. Stattdessen arbeitete sie zunächst als Laborassistentin – ein erzwungener Umweg, der ihren weiteren Weg jedoch nicht aufhielt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie ihr Medizinstudium an der Freien Universität Berlin auf, promovierte im Jahr 1951 und wandte sich früh der Infektiologie zu. Ihr beruflicher Weg führte sie über verschiedene Stationen in Klinik und Forschung bis in führende Positionen. So war sie zunächst Oberärztin und später Leiterin einer infektiologischen Abteilung an der Freien Universität Berlin. Darüber hinaus übernahm sie die Funktion der geschäftsführenden Direktorin der Medizinischen Klinik. Nach ihrer Habilitation im Jahr 1963 wurde sie 1971 zur Professorin berufen.

Als einziges weibliches Gründungsmitglied der DGI prägte sie die Fachgesellschaft von Beginn an maßgeblich mit.

Infektiologie als gelebte Verantwortung

Meta Alexander verband wissenschaftliche Tiefe mit klinischer Praxis und zeigte ein außergewöhnliches Engagement in der Lehre. Sie verstand die Infektiologie stets als gemeinschaftliche Aufgabe.

Ihr gelang die Aufklärung der sogenannten „Margarine-Krankheit“, die sie als Nahrungsmittelallergie identifizierte. Zudem war sie Autorin von über 100 wissenschaftlichen Publikationen und wirkte an zentralen Lehrwerken der Inneren Medizin mit.

Darüber hinaus betreute sie mehr als 90 Dissertationen und förderte zahlreiche wissenschaftliche Karrieren. Besonders prägend war ihr Einsatz für die Ausbildung: Mit Klarheit, hohem Anspruch und großer persönlicher Hingabe begeisterte sie Generationen von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegefachkräften für die Infektiologie.

Auszeichnungen und Anerkennung

Für ihr wissenschaftliches und gesellschaftliches Engagement erhielt sie zahlreiche Ehrungen. Dazu zählen unter anderem das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundesärztekammer sowie die Rudolf-Virchow-Verdienstmedaille.

Zudem war sie wiederholt Delegierte bei Deutschen Ärztetagen und eine geschätzte Stimme im medizinischen Diskurs.

Ein Vermächtnis für kommende Generationen

Mit der Gründung der Stiftung im Jahr 2000 wirkt ihr Engagement bis heute fort. Die Förderung junger Talente in der Infektiologie ist ein zentraler Bestandteil dieses Vermächtnisses. Der i.d.R jährlich vergebene Meta-Alexander-Preis steht exemplarisch für das, was sie auszeichnete:
 wissenschaftliche Exzellenz, klinische Relevanz und die Förderung der nächsten Generation.

Geschichte verstehen – Verantwortung tragen

Mit Unterstützung der DGI wurde das Leben und Wirken von Meta Alexander auch wissenschaftlich aufgearbeitet. In der Monographie „Jüdische Miniatur Bd. 336“, verfasst von Katharina Graffmann-Weschke und Lukas Weschke, wird ihr außergewöhnlicher Lebensweg umfassend dokumentiert.

Die Publikation würdigt sie als Pionierin der Infektiologie sowie als Hochschullehrerin mit großer Strahlkraft. Darüber hinaus wird sie als Persönlichkeit beschrieben, die trotz historischer Brüche ihren Weg in Wissenschaft und Medizin konsequent gegangen ist.

Ihr Leben steht exemplarisch für die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz, persönlicher Integrität und gesellschaftlicher Verantwortung.

Meta-Alexander-Preis

Eine zentrale Auszeichnung für den infektiologischen Nachwuchs in Deutschland

Aktuelle Ausschreibung

Inhalt folgt.

Der Meta-Alexander-Preis 2025 geht an MD/PHD Dr. David Hillus

MD/PhD Dr. David Hillus (Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin der Charité) wurde für seine Arbeit „Safety and effectiveness of MVA-BN vaccination against mpox in at-risk individuals in Germany (SEMVAc and TEMVAc): a combined prospective and retrospective cohort study.“ ausgezeichnet. 

Originalpublikationen
David Hillus, Ngoc Han Le, Pinkus Tober-Lau et al. Safety and effectiveness of MVA-BN vaccination against mpox in at-risk individuals in Germany (SEMVAc and TEMVAc): a combined prospective and retrospective cohort study. The Lancet, July 2025. https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(25)00018-0/fulltext

2025

David Hillus
Berlin

2023

Anahita Fathi
Hamburg

Shirin Nkongolo
Heidelberg

2021

Till Koch
Hamburg

2020

Friederike Maechler
Berlin

2019

Julia Fischer
Köln

2018

Anne Rechtien
Hamburg

2017

Philipp Schommers
Köln

2016

Florian Kurth
Berlin

2015

Thierry Rolling
Hamburg

2014

Clara Lehmann
Köln