Meta-Alexander-Stiftung

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Aus dem Erbe von Frau Prof. Meta Alexander wurde die Meta-Alexander-Stiftung gegründet. Die Stiftung stellt in unregelmäßigen Abständen Mittel für Stipendien, Forschungspreise oder Reisebeihilfen zu grossen infektiologischen Kongressen zur Verfügung. Gewährt werden können Reise- bzw. Forschungsbeihilfen für Arbeiten auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten und für Ausbildungsstipendien (weitere Informationen hier).

meta-alexander-stiftung_low.jpgMeta Alexander war ehemalige Leiterin der Abteilung für Innere Medizin mit Schwerpunkt Infektionskrankheiten am Klinikum Rudolf-Virchow, Charlottenburg zu Berlin, und Gründungsmitglied der DGI.

Meta Alexander, in Berlin geboren, wurde an der Freien Universität 1951 zum Dr. med. promoviert. Nach Assistenzarzt-Stationen in der Chirurgie und Augenheilkunde wurde sie 1952 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Medizinischen Klinik der Freien Universität Berlin unter Prof. Dr. med. Hans Freiherr von Kreß. 1960 wurde sie Oberärztin und betreute vier Stationen am neu errichteten Infektionshaus. 1963 hatte sich Frau Alexander habilitiert, 1969 wurde sie zur außerplanmäßigen Professorin und 1971 zur C3-Professorin ernannt. 1975 wurde sie zur Leiterin der Abteilung für Innere Medizin mit Schwerpunkt Infektionskrankheiten am Krankenhaus Rudolf-Virchow bestellt und gleichzeitig zur Geschäftsführenden Direktorin der Medizinischen Klinik gewählt.

alexander.jpg Meta Alexander war eine Berliner Hochschullehrerin, die ihren Aufgaben in Forschung, Lehre und Krankenversorgung gerecht wurde und nicht die Lehre zugunsten der Forschung hintanstellte. Durch experimentelle Arbeiten konnte sie 1963 die Ätiologie der sogenannten Margarine-Krankheit als Nahrungsmittelallergie aufklären. Intensiv förderte Prof. Alexander wissenschaftliche Arbeiten ihrer Mitarbeiter, so daß aus ihrer Abteilung mehr als 100 Dissertationen und zwei Habilitationen hervorgingen. Sie selbst war Autorin von mehr als 100 Originalarbeiten zu verschiedenen aktuellen Problemen der klinischen Infektiologie. Sie bearbeitete das Fachgebiet der Infektionskrankheiten auch für mehrere namhafte Lehrbücher, unter anderem das vierbändige Standardwerk "Innere Medizin in Praxis und Klinik", erschienen im ThiemeVerlag GmbH, Stuttgart, in vier Auflagen (Herausgeber: Siegenthaler, Horbostel und Kaufmann).

Frau Prof. Alexander wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1981), mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundesärztekammer (1984) und mit der Rudolf VirchowVerdienstmedaille der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité) ausgezeichnet. Sie war wiederholt Delegierte bei Deutschen Ärztetagen.Frau Prof. Dr. Meta Alexander starb am 13. Mai 1999 in Berlin.


Zitiert aus: Dtsch Arztebl 1999; 96(33): A-2102 / B-1783 / C-1678